logo sdg vertical

 


Neubacher Elisabeth

Neubacher Elisabeth
03Jan2022

Leo Tolstoi: Wieviel Erde braucht der Mensch?

 Diese Erzählung hat Helga Gutwald für die ersten beiden Folgen ihrer Sendereihe im neuen Jahr ausgewählt.

Die gleichnishafte, zeitlose Wahrheit der Novelle veranlasste Stefan Zweig, sie den Erzählungen des Alten Testaments an die Seite zu stellen. Der Titel mit seiner bedeutungsschweren Frage ist zu einem geflügelten Wort geworden, mit dem das Streben, ja die Gier nach Eigentum hinterfragt wird.

Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi wurde 1828 auf dem Gut Jasnaja Poljana geboren, wo er, mit der Unterbrechung langer Reisen, sein ganzes Leben verbrachte. Sein Werk umfasst Romane, Erzählungen, Theaterstücke und philosophische Schriften; die beiden großen Romane Krieg und Frieden (1868) und Anna Karenina (1877) brachten ihm Weltruhm. Seitdem zählt Tolstoi zu den bedeutendsten Autoren der Literaturgeschichte. Tolstoi starb 1910 auf der Bahnstation Astapovo und wurde auf Jasnaja Poljana beigesetzt.

Zuhören an diesen Terminen: 12.01. und 26.01.2022.

27Nov2021

Die Dame mit dem Hündchen

Diese Erzählung von Anton Pawlowitsch Tschechow, dem großen russischen Schriftsteller, Novellisten und Dramatiker hat Helga Gutwald für die nächsten drei Folgen ihrer Sendereihe ausgewählt.

International bekannt ist Tschechow vor allem als Schöpfer  seiner großen Theaterstücke wie Drei Schwestern, Die Möwe oder Der Kirschgarten.

Er lebte von 1860 bis 1904 und entstammte einer armen kleinbürgerlichen südrussischen Familie. Dank eines Stipendiums konnte er in Moskau Medizin studieren, betrieb sie jedoch fast ausschließlich ehrenamtlich, denn die literarische Arbeit wurde mehr und mehr zu seiner Berufung.

„Die Dame mit dem Hündchen“ wurde erstmals im Dezember 1899 in einer russischen bürgerlich-liberalen Monatszeitschrift veröffentlicht.

Er zeigt darin, wie zwei Menschen durch die Erfahrung wirklicher Liebe verwandelt und der Banalität ihres Daseins enthoben werden.

Dass der notorische Junggeselle und Frauenheld Tschechow am Ende seines Lebens mit der Schauspielerin Olga Knipper selbst die große Liebe erlebte, muss man gar nicht wissen, um die tiefe Wahrheit dieser Erzählung zu verstehen. In ihrer schlichten, zeitlosen Modernität spricht sie für sich selbst.

Zu hören am 01.12., 15.12. und 29.12. jweils um 20:30

15Nov2021

Nachts schlafen die Ratten doch

Aller guten Dinge sind drei, heißt es. Und deshalb hört ihr noch einmal eine Erzählung von Wolfgang Borchert.

Man kann es nicht oft genug sagen: mit seinem Drama „Draußen vor der Tür“ und seinen Kurzgeschichten, nicht zuletzt auch wegen seines mit 26 Jahren verlöschenden Lebens, gilt Borchert als bedeutendste und eindrucksvollste Stimme dieser jungen Kriegsgeneration.

Er kämpfte voll tiefster Überzeugung gegen Gewalt und Dummheit und  gab der um das Leben betrogenen jungen Generation eine Stimme.

Er beschrieb die Menschen mit ihren Erlebnissen in Gefängnissen, im Krieg, als Heimkehrer und in den Familien. Diesen Geschichten liegen seine eigenen existenziellen Erfahrungen zugrunde: die Begegnung mit der Macht, das Erleben von Tod und Vernichtung im Krieg, die Nachkriegs-Zweifel der jungen Menschen an ihrer Identität, eigenes Schuldbewusstsein und die Enttäuschung der älteren Generation.

Im Unterschied zu vielen anderen Werken der so genannten Trümmerliteratur, die keine Bedeutung über ihren zeitgeschichtlichen Kontext hinaus erlangten, wird Borcherts Werk auch über seine Entstehungszeit hinaus gelesen, gespielt und besprochen.

10Okt2021

Arthur Schnitzler: Das Schicksal des Freiherrn von Leisenbohg

 

Arthur Schnitzler, geboren am 15. Mai 1862 und gestorben am 21. Oktober 1931 im Alter von 69 Jahren an einer Hirnblutung  gilt als einer der einflussreichsten deutschsprachigen Autoren des frühen 20. Jahrhunderts.

Er, selbst Arzt, wird häufig als literarisches Pendant Sigmund Freuds bezeichnet.

Vor allem seine Dramen, in denen er mit großer Sensibilität die psychische Befindlichkeit seiner Figuren porträtiert und damit indirekt den Blick auf gesellschaftliche Fehlentwicklungen lenkt, trugen zu seiner Berühmtheit bei.  Zu den bekanntesten seiner Bühnenstücke, die auch heute noch häufig auf europäischen Bühnen aufgeführt werden, gehören »Liebelei« (1895), »Reigen« (1896/97) und »Professor Bernhardi«

Aber auch seine Novellen (z. B. ›Leutnant Gustl‹, ›Fräulein Else‹, ›Traumnovelle‹ und ›Spiel im Morgengrauen‹) erweisen sich als zeitlos und bis heute als hochaktuell.

Seine Theaterstücke und Erzählungen, die sich stets um die Themen Ehre, Schuld, Liebe, Traum und Tod drehen, wurden in viele Sprachen übersetzt, dienten als Vorlage für zahlreiche Verfilmungen  und gaben immer wieder Anlass für öffentliche Debatten und Skandale.

In zwei Folgen erzählt euch Helga Gutwald eine eher unbekannte Novelle aus seinem Werk

26Sep2021

Neue Staffel: Perlen der Erzählkunst

Zu Beginn der neuen Staffel ihrer Sendereihe liest Helga Gutwald noch einmal Peter Rosegger. Dieses Mal handelt es sich um eine vergnügliche Liebesgeschichte des steirischen Schriftstellers, der sich vom Bauernbuben und Schneiderlehrling zu einem international bekannten Autor entwickelt hat.

Die Erzählung "Sie kratzt nimmer" hört ihr am Mittwoch, den 6. Oktober um 20:30.

02Jun2021

Peter Rosegger

Ein kleiner, schmächtiger Junge aus dem Steirischen Alpl auf dem Weg zum Superstar. Geboren im Jahr 1843, in einer rauen, tief bäuerlich geprägten Landschaft. Wer hier zur Welt kommt, wird Bauer, Knecht oder geht als Arbeiter in die nahe gelegenen Industriegebiete des oberen Mürztals.

Peter Rosegger aber wird Schriftsteller.

Mit über 15 Millionen verkauften Büchern und Übersetzungen in 28 Sprachen ist Rosegger einer der meistgelesenen Autoren seiner Zeit.

In ihrer letzten Sendung vor der langen Sommerpause präsentiert euch Helga Gutwald die Geschichte eines gewitzten Bauern aus dem fiktiven Städtchen Abelsberg, in der gewisse Parallelen zu heute durchaus erkennbar sind.

Für die lange Sommerpause gibt es hier alle Folgen der Sendereihe zum Nachhören.

18Apr2021

Christine Lavant: Das Wechselbälgchen

Die 1915 in St. Stefan im Lavanttal/Kärnten geborene Christine Lavant (gest. 1973) beleuchtet in Gedichten und Prosa stets die Schattenseiten irdischer Existenz.

Von frühester Kindheit an hat sie die christlichen Lehren in der engen Dorfgemeinschaft kennengelernt und erlebt. Erstarrte religiöse Formeln - mal Trost verheißend mal drohend,  Heiligen-, Geister- und Teufelsgeschichten, mechanisierte Riten mussten vollzogen werden, um gegen Krankheit zu helfen oder vor dem Bösen zu bewahren.

Das ist auch die Welt, in der Christine Lavants Erzählung spielt.

Erst 1998 wurde sie posthum veröffentlicht.

Genau, sensibel, mitunter auch ironisch formuliert sie, ohne jemals irgendeine der Figuren zu denunzieren, kennt sie doch deren Sprache mit ihrer eigentümlichen Idiomatik bis in die alltäglichsten, scheinbar selbstverständlichsten Wendungen.

Mit großer Eindringlichkeit beschreibt sie die Ausgrenzung einer Schwachen aus der dörflichen Gemeinschaft.

Die Geschichte vom „Wechselbälgchen“, das den Namen Zitha trägt (eine Anspielung auf Zita vonBourbon-Parma) wird am Ende zur ergreifenden Moritat, die einen so schnell nicht mehr loslässt.

Die drei Teile hören Sie am 21.04., 05.05. und am 19.05.2021.

Die Erzählung Wolfgang Borchert: Schyschyphusch oder Der Kellner meines Onkels gibt es hier zum Nachhören:

07Apr2021

Wolfgang Borchert: Schyschyphusch oder Der Kellner meines Onkels

Ein weiteres Mal präsentiert Helga Gutwald in ihrer Sendereihe eine Erzählung von Wolfgang Borchert.

Vom Kriegsgeschehen schwer krank und seelisch zutiefst erschüttert kehrt er nach 3 Jahren Kriegsdienst 1945 nach Hamburg zurück. 2 Jahre später stirbt er 26jährig an den Folgen einer Lebererkrankung.

Die Kurzgeschichte ist ein ungewöhnlich humorvoller Text Wolfgang Borcherts und gehört zu seinen bekanntesten Werken.

Der Titel nimmt Bezug auf die griechische Mythengestalt Sisyphus, der dazu verdammt ist, stets aufs Neue einen Felsbrocken auf einen Berg der Unterwelt hinauf zu schleppen, der jedes Mal am Ende wieder hinab rollt.

Für den Kellner ist es der „Stein der Sprache“, an den er gebunden ist und den er ein Leben lang nicht zu bewältigen vermag.

Die zweite Hauptfigur geht auf Borcherts realen Onkel Hans Salchow zurück, welcher trotz schwerer Verwundung mit ungebrochenem Lebensmut aus dem Krieg zurück kehrte und von seinem Neffen grenzenlos verehrt wurde.

Derselbe Sprachfehler, ein feuchtwässriges „sch“, bringt zwei Menschen zusammen, die einander so verschieden sind, wie ein „Karrengaul vom Zeppelin“ ….

 

24Mär2021

Hamed Abboud: Zwei Erzählungen

Den in Wien lebenden, 1987 geborenen, syrischen Schriftsteller hier ausführlich vorstellen zu müssen hieße wahrscheinlich Eulen nach Athen tragen.
Mehrmals hat Helga Gutwald in ihrer Lyrik-Sendereihe schon Texte von ihm präsentiert. Gemeinsame Lesungen führten die beiden unter anderem ins Theater Phoenix und zu den Literarischen Nahversorgern nach Schlierbach.
Zwei Mal war er auch im Theater Kirchdorf zu Gast, zuletzt am 03.März 2020. Da konnte gerade noch vor dem ersten langen Lockdown sein zweites Buch „In meinem Bart versteckte Geschichten“ vorgestellt werden.
In der Zwischenzeit war er nicht untätig, und so sind diesmal zwei seiner neuen Erzählungen hier zu hören.

24Feb2021

Hermann Broch: Die Erzählung der Magd Zerline

Hermann Broch, 1886 in Wien geboren, leitete zwanzig Jahre lang die Textilfabrik seiner Familie, bevor er 1927 begann, als Schriftsteller zu arbeiten. Seine Romane "Der Tod des Vergils" und "Die Schlafwandler" machten ihn zu einem der bedeutendsten Autoren Mitteleuropas. Nach Österreichs "Anschluss" an das Deutsche Reich 1938 musste er als Jude in die USA fliehen. Er lebte in New York, in Princeton und New Haven. Hermann Broch starb 1951.

»Die Erzählung der Magd Zerline« ist ein Kapitel aus seinem letzten, 1950 erschienen, Roman »Die Schuldlosen«, einem Gesellschaftsporträt aus der Weimarer Republik.

Doch die Erzählung ist aus sich heraus eigenständig und verständlich.

Zerline enthüllt eine abgründige Familien- und dabei auch ihre eigene Seelengeschichte. Es ist eine intime Lebens- und Liebesbeichte, die Sehnsüchte, Kränkungen und Rachegefühle offenlegt und nicht zuletzt einen handfesten Kriminalfall schildert, in den alle handelnden Personen verwickelt sind und von dem hier nur so viel gesagt werden soll, als dass am Ende ein großer Verzicht steht.

Teil 1 hören Sie am 24. Februar, Teil 2 am 10. März

 

Die Pratergeschichten von Felix Salten gibt es hier zum Nachhören:

Seite 1 von 37
 

icon livestream black

icon programm black

icon programm black

Frequenzen Radio B138 Kremstal/Almtal

Nachhören

icon webshop black

Heute auf Radio B138

 

Frequenzen Radio B138 Garstnertal/Steyrtal

icon sendungen

Icon Trackservice

Newsletter

Follow us

Freies Radio B138  ...  wir sind was du draus machst!

Radio machen - mitmachen - airplay - freies radio - alternativ - werbefrei - bbc world service - community radio - radio station - online radio - webradio - Kirchdorf an der Krems - Kremstal - Almtal - Garstnertal - Oberösterreich - Austria

Zum Seitenanfang